Bis zur Entstehung der fertigen Schmuckstücke muss jeder Ehering verschiedene Prozesse durchlaufen. Um sicherzustellen, dass die Ringe perfekt passen, den versprochenen Schliff und das gewünschte Design aufweisen, ist eine Vielzahl an Arbeitsschritte nötig, die gewissenhaft ausgeführt werden müssen.
Als erster Schritt wird das Rohmaterial für den Ring geschmolzen und in eine Form gegossen. Der so entstandene Barren wird auf die passende Breite gewalzt. Das Material wird gleichzeitig verdichtet. Anschließend werden die Rohlinge ausgestanzt. Bei einer anderen Herstellungsweise wird ein Rohr aus dem Rohmaterial auf die passende Weite und Stärke gezogen. In diesem Fall werden die Rohlinge anschließend aus der Form ausgesägt. Auf der Drehbank erhalten die Rohlinge die passende Form, Stärke und Breite auf der Innen- und Außenseite sowie auf den Seitenflächen. Hierfür werden Maschinen mit vollautomatischen Programmen verwendet, oder der Ring wird mit der Hand bearbeitet.
Glanzrillen und Muster erhält der Ring durch Fräsen, das manuell oder automatisch abläuft. Manche Hersteller verwenden in diesem Schritt auch moderne Lasertechnik. Eventuelle Schmuckrillen und Fassungen für Brillanten oder andere Steine entstehen im nächsten Schritt durch Fräsen und Bohren. Die Steine setzt ein Juwelenfasser schließlich in die vorbereiteten Löcher ein. Nachdem anschließend die Feinarbeiten durch einen Goldschmiedemeister ausgeführt wurden, wird der Ring sorgfältig von Hand poliert. Als letzten Arbeitsschritt wird der fertige Ehering im Ultraschallbad gereinigt und erhält seinen Stempel, der über den Feingehalt Auskunft gibt. In diesem Schritt entstehen auch individuelle Gravuren.
Wer die zum Teil aufwändige Herstellung hochwertiger Trauringe verfolgt, versteht schnell, wie der vergleichsweise hohe Preis begründet ist. Jedes einzigartige Schmuckstück hat seinen Preis, und gerade beim Ehering ist es doch ein schönes Gefühl, zu wissen, dass er so viele sorgfältige Arbeitsschritte durchlaufen musste.

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